Heiligengeist (bei Villach)

Kath. Hl. Geist

Orgel: Josef Grafenauer (Egg), 1854.


© Gabriel Isenberg, 23.08.2004
© Gabriel Isenberg, 23.08.2004

Die katholische Pfarrkirche Hl. Geist in der gleichnamigen Ortschaft zwischen Villach und Bad Bleiberg wurde erstmals 1449 erwähnt. An den kleinen gotischen Bau wurde um 1830/40 eine Vorhalle angebaut. Die hölzerne Empore im Innern stammt aus derselben Zeit. Die Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert wurden 1967 wieder freigelegt.

Die Orgel stammt aus dem Jahr 1854 von Josef Grafenauer aus Egg im Gailtal und ist in die Emporenbrüstung eingebaut. Es gibt Vermutungen, dass die Orgel zunächst in einer anderen Kirche stand und erst später in Heiligengeist eingebaut wurde. Die im Ersten Weltkrieg für die Rüstungsindustrie abgelieferten Prospektpfeifen wurden später ersetzt. Um 1970 setzte Rudolf Novak aus Klagenfurt die zuletzt unspielbare Orgel wieder instand. Da sich immer wieder Siebenschläfer in der Orgel einnisteten, muss die Orgel regelmäßig gereinigt werden.

Die beiden Außentürme des Orgelgehäuses sind etwas höher als das Mittelfeld und reichen bis zur Kirchendecke. An der Rückseite des niedrigeren Mittelfelds ist die Spielanlage untergebracht. Im Prospekt steht Pfeifen des Principal 8’. Das Gehäuse ist heute einheitlich braun gestrichen, darunter befindet sich aber eine ältere Farbschicht mit grüner Marmorierung.

Waagerechte Holzhebel in messergriffartiger Form ragen für die Registerschaltung rechts und links aus der Gehäuserückwand der Türme (links zwei, rechts drei Hebel). Die Beschriftungen sind auf Papierschildern über den Hebeln angegeben. Neben dem Superoctav-Zug steht mit Bleistift in alter Schrift und recht unleserlich geschrieben „Prinzibal“. Das Notenpult ist zwischen die beiden Türme eingehängt.

Bis auf die wenigen Beeinträchtigungen durch die starken tierischen Verschmutzungen funktioniert die Orgel einwandfrei und zeigt einen frischen, lebendigen Klang.

MANUAL | C–c³

Principal 8'

Gedeckt 8'

Octave 4'

Superoctave 2'

Mixtur [2f.] 1 1/3'

PEDAL | C–cº

angehängt


Mechanische Schleiflade.


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A-9500 Villach (Heiligengeist), Bleiberger Straße 360


Quellen und Literatur: Archiv der Diözese Gurk zu Klagenfurt, Militaria, Kt. 5, Orgelbeschreibungen 1917, Nr. 394 ⋄ Frdl. Mitteilungen von OBM Bernhard Ottitsch (Ferlach), 06.08.2001, und Erwin Winkler (Heiligengeist), 23.08.2004 ⋄ Eigener Befund.

Nr. 216 | Diese Orgel habe ich am 23.08.2004 besucht.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 02.04.2025.